“Herr der Ringe” Schauplatz – Jagd

Die folgende Zeit war der Suche nach Filmschauplätzen der HdR-Filme gewidmet, da sie häufig besonders schönen und versteckten Flecken Neuseelands gewidmet sind. Dementsprechend wollten wir eigentlich nach der Tongarirotour noch auf den benachbarten Mt. Ruapehu und uns dort den Kratersee anschauen, da dieser Weg aber nicht beschildert und darum nur bei gutem Wetter zu absolvieren war und die Nebelschwaden gute Sicht verhinderten, wurde dieser Aufstieg auf unbestimmte Zeit verschoben. Dafür konnte man sich aber am Fuße besagten Berges die Filmschauplätze von Mordor und der Emyn Muil anschauen. Grau-schwarze Gesteinsfelder und der Nebel sorgten für eine sehr filmnahe Erfahrung. Die bedrückend triste Landschaft machte es einfach sich an einen Ort in den finsteren Landen Mordors hinein zu denken. Ein Vorgeschmack auf das Eintauchen in die Drehorte der Trilogie.

Von Taupo und Umgebung ging es dann weiter nach Süden zu Palmerston North. Auf dem Weg dahin konnten wir aber mit Hilfe des „Lord of the Rings Location Guidebooks“ noch eine super schöne Stelle finden, an der Gollum durch ein Flussbett robbt um einen Fisch zu fangen, irgendwo in Ithilien (im 2.Teil „Die zwei Türme“). Die Stelle war direkt an der Straße zu einem Skigebiet gelegen und sofort wieder zuerkennen. (siehe Photo)

Palmerston North wurde nur genutzt um Ressourcen wieder zu ergänzen und sich mal durch Verspeisen von Dürüms an heimische Küche zu erinnern. Interessanterweise scheinen alle Mitarbeiter in Kebabhäusern Neuseelands Deutschtürken zu sein, die das kulinarische Erlenbnis noch heimatnaher werden lassen.

Von da aus ging es dann wieder an die Westküste, die uns eigentlich weitere wunderschöne Drehorte nahe bringen sollte. Doch sowohl die Wälder Ithiliens, als auch die Gärten Lothloriens befinden sich in Privatbesitz und sind darum der Öffentlichkeit nur unter keinen, oder kostenintensiven Umständen zugänglich. Schade!

Die Ostküste hielt jedoch mit den einzigartigen Putangirua Pinnacles ein Szenerie sondersgleichen bereit. Auf dem Weg zum Cape Palliser, dem südlichsten Punkt der Nordinsel, von einem klassischen Leuchtturm mit Seehundkolonie geziertem Fleckchen, liegt ein Zeltplatz, der den Beginn eines Wanderweges zu besagten Pinnacles bereitstellt. Diese Landscaft ist wirklich absolut bizarr und einzigartig. Riesige Säulen aus Kalk und härterem Gestein sind durch immerwärende Erosion entstanden. Man läuft in einer Klamm gefüllt mit Schutt der von den umgrenzenden Felsformationen abgetragen wurde. Hier verschwanden Aragorn, Gimli und Legolas auf der Straße zum Dimholt im Reich der Toten. Und in der Tat fühlt man sich in dieser Umgebung in eine eher untotenfreundliche Welt entrückt.

Von dort ging es dann nach Upper Hut, wo man die Gärten von Isengard und Bruchtal besichtigen konnte, jedoch brauchte man bei beiden Drehorten sehr viel Vorstellungskraft, da nach dem Dreh die Umgebung wieder in ihren natürlichen Zustand zurückversetzt wurde und deshalb nicht viel an die Magie des Films erinnerte.

Von Upper Hut war es nur noch ein kurzes Stück bis nach Wellington, was nicht nur eine der wenigen Neuseeländischen Metropolen darstellt, sondern auch den Hafen für die Fähren zur Südinsel beheimatet. Da wir an einem Sonntag eintrafen, war die Innenstadt verhältnismäßig ruhig, jedoch auf Grund riesiger Hochhäuser und Einkaufspassagen, dennoch ein Kontrast zur ansonsten verträumten urwüchsigen Landschaft der vergangenen 4 Monate. Doch nur wenige hundert Meter von der Küste entfernt, erhebt sich die grüne Oase Wellingtons, der Mt. Victoria. Auf seinem Gipfel ist man den Winden, die hier alltäglich die Innenstadt unsicher machen, besonders stark ausgesetzt und muss tatsächlich dagegen ankämpfen, wie ein Drachen über dem Berg aufzusteigen und die Passage zur Südinsel unfreiwilligerweise auf dem Luftweg zu absolvieren. Mt. Victoria wurde auch als Schauplatz für die Szenen benutzt, in denen die Hobbits auf der Flucht vor Bauer Maggot, einen Hügel hinab kullern und dort auf der Stra

This entry was posted in Uncategorized. Bookmark the permalink.

Comments are closed.